Whisky Highball: erfrischend einfach mixen
Kein Whisky-Drink ist einfacher — und kaum einer erfrischender — als der Highball. Whisky, Soda, Eis, fertig. Doch zwischen einem laschen, schnell schalen Mixgetränk und einem perfekt prickelnden Highball liegen Welten. In Japan ist der Highball ein nationales Kultgetränk, das mit fast zeremonieller Sorgfalt zubereitet wird. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen das perfekte Rezept, das richtige Mischverhältnis, den passenden Whisky und die kleinen Kniffe des japanischen Stils, mit denen Ihr Highball jedes Mal gelingt.
Das Beste: Sie brauchen keinen teuren Whisky und kein Profi-Equipment — nur die richtige Technik und gut gekühlte Zutaten.
Was ist ein Highball
Ein Highball ist im Grunde jeder Longdrink aus einer Spirituose und einem größeren Anteil eines kohlensäurehaltigen Fillers, serviert auf Eis in einem hohen Glas (dem namensgebenden "Highball-Glas"). Beim Whisky Highball ist der Filler klassisch Sodawasser, manchmal auch Ginger Ale oder Tonic. Das Ergebnis ist ein leichtes, spritziges Getränk, das die Aromen des Whiskys frisch und zugänglich macht, ohne ihn zu überdecken.
Der große Vorteil: Der Highball ist unkompliziert, kalorienarm und passt hervorragend zum Essen — besonders zu herzhaften und fettreichen Speisen, die er angenehm freischneidet. In Japan löste er in den letzten Jahren einen regelrechten Whisky-Boom aus. Wer mehr über klassische Whisky-Drinks erfahren möchte, findet eine ganze Auswahl in unserem Ratgeber zu Whisky-Cocktails.
Das perfekte Mischverhältnis
Das klassische Verhältnis liegt bei 1:3 bis 1:4 — also etwa 4 cl Whisky auf 12 bis 16 cl Soda. Wer es kräftiger mag, geht auf 1:2,5. Die Zubereitung ist einfach, aber jeder Schritt zählt: Füllen Sie ein hohes Glas randvoll mit klarem Eis, gießen Sie den Whisky über das Eis, rühren Sie kurz, um den Whisky zu kühlen, füllen Sie dann mit eiskaltem Soda auf und rühren ein einziges Mal vorsichtig von unten nach oben.
Der entscheidende Faktor ist Kälte: Whisky, Glas, Eis und Soda sollten alle so kalt wie möglich sein. Je kälter, desto länger bleibt die Kohlensäure erhalten und desto frischer schmeckt der Drink. Vermeiden Sie zu kräftiges Rühren, das treibt die Spritzigkeit aus. Eine Garnitur aus Zitronen- oder Limettenzeste rundet den Highball ab.
| Verhältnis | Whisky : Soda | Stil |
|---|---|---|
| Kräftig | 1 : 2,5 | Whisky-betont |
| Klassisch | 1 : 3 | Ausgewogen |
| Leicht (japanisch) | 1 : 4 | Spritzig, zum Essen |
Bester Whisky für Highballs
Für den Highball gilt: Charakter ja, teuer nein. Am besten eignen sich milde, ausgewogene Whiskys, die durch das Soda nicht verschwinden, aber auch nicht zu komplex sind, um es zu verschwenden. Die klassische Wahl ist ein japanischer Whisky wie der Suntory Toki, der eigens als Highball-Whisky konzipiert wurde. Aber auch ein sanfter Blended Scotch ist eine ausgezeichnete und günstige Basis.
Suntory Whisky Toki Blended Japanese Whisky 0,7 l, 43% Vol.
32,90 €
Ballantine's Finest Blended Scotch Whisky 0,7 l, 40% Vol.
13,49 €
Japanischer Highball-Stil
Der japanische Highball ("Haibōru") wird mit beinahe zeremonieller Präzision zubereitet — und genau das macht ihn so gut. Die Schritte: Glas und Whisky vorab kühlen, hartes, klares Eis bis zum Rand einfüllen, den Whisky entlang des Eises eingießen und kurz rühren, um das Eis "anzukühlen". Dann frisches Eis nachfüllen, eiskaltes Soda vorsichtig am Glasrand entlang eingießen und mit nur einer einzigen sanften Rührbewegung von unten nach oben mischen.
Diese Sorgfalt bewahrt maximale Kohlensäure und sorgt für einen besonders frischen, eleganten Drink. Suntory hat den Highball in Japan zum Massenphänomen gemacht — er begleitet dort Izakaya-Abende und passt perfekt zur japanischen Küche. Wer den Originalstil sucht, greift zu einem japanischen Whisky wie dem Suntory Toki. Mehr über diese faszinierende Whisky-Nation lesen Sie auf unserer Seite zu japanischem Whisky oder im Porträt von Suntory Toki.