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Bourbon Whiskey in einem Tumbler mit Eiswürfeln

Bourbon Whiskey kaufen

Bourbon ist der Inbegriff des amerikanischen Whiskeys: süßlich, vollmundig und unkompliziert im Genuss. Sein Geheimnis liegt im hohen Maisanteil und in den frischen, innen ausgebrannten Eichenfässern, in denen er reift. Sie verleihen ihm die charakteristischen Noten von Vanille, Karamell und gerösteter Eiche, die Bourbon so zugänglich und beliebt machen — pur, on the rocks oder als Basis legendärer Cocktails.

Die meisten Bourbons stammen aus Kentucky, wo Marken wie Jim Beam, Maker’s Mark und Wild Turkey ihre Heimat haben. Anders als beim schottischen Single Malt steht beim Bourbon weniger die Region als vielmehr die Mashbill und die Brennerei-Philosophie im Vordergrund. Das Ergebnis: ein Stil, der gerade für Einsteiger leicht zu mögen ist und zugleich Kennern viel Tiefe bietet.

In unserer Auswahl finden Sie sowohl preiswerte Allrounder für den Cocktailshaker als auch charaktervolle Abfüllungen für den puren Genuss. Wir erklären, worauf es beim Bourbon ankommt, und helfen Ihnen, die passende Flasche für Ihren Geschmack und Anlass zu finden. Weitere Kategorien und Empfehlungen finden Sie auf unserer Startseite, wenn Sie Whisky online kaufen möchten.

Unsere Bourbon-Empfehlungen

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Die wichtigsten Bourbon-Begriffe

Mashbill
Die Getreidemischung. Bourbon braucht mindestens 51 % Mais; der Rest ist meist Roggen (würzig) oder Weizen (weich, wie bei Maker’s Mark).
Straight Bourbon
Mindestens zwei Jahre in neuen, ausgebrannten Eichenfässern gereift, ohne Zusatzstoffe oder Farbstoffe.
Small Batch
Ein Verschnitt aus einer ausgewählten, kleineren Zahl von Fässern — oft etwas charaktervoller als die Standardabfüllung.
Single Barrel
Abfüllung aus einem einzigen Fass. Jede Charge schmeckt minimal anders, was den besonderen Reiz ausmacht.
Bottled in Bond
Strenge gesetzliche Vorgaben: mindestens vier Jahre gereift und mit exakt 50 Vol.-% abgefüllt — ein Qualitätssiegel.

Bourbon im Cocktail: drei Klassiker

Bourbon glänzt nicht nur pur, sondern ist die Seele vieler Cocktail-Klassiker. Für alle drei gilt: Ein solider Standard-Bourbon genügt, edle Tropfen sind hier Verschwendung.

Old Fashioned: Bourbon, ein Stück Würfelzucker, ein paar Spritzer Angostura Bitter und ein großer Eiswürfel. Der pure, klassische Genuss, der den Whiskey in den Mittelpunkt stellt.

Whiskey Sour: Bourbon, frischer Zitronensaft und Zuckersirup, kräftig geschüttelt. Erfrischend, ausgewogen und ideal als Einstieg in die Cocktailwelt.

Manhattan: Bourbon (oder Rye), roter Wermut und Angostura Bitter, im Rührglas zubereitet. Elegant, würzig und ein Klassiker der gehobenen Barkultur.

Was Bourbon ausmacht: Regeln, Rohstoffe und Fass

Bourbon ist keine frei verwendbare Stilbezeichnung, sondern eine in den USA klar geregelte Whiskey-Kategorie. Entscheidend ist zuerst die Herkunft: Bourbon muss in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Die Getreidemischung muss mindestens 51 Prozent Mais enthalten, der übrige Anteil besteht je nach Brennerei aus Roggen, Weizen und gemälzter Gerste. Destilliert wird nur bis zu einer begrenzten Alkoholstärke, damit der Charakter der Rohstoffe erhalten bleibt. Für die Reifung sind neue, innen ausgebrannte Eichenfässer vorgeschrieben. Diese frischen Fässer prägen Bourbon stärker als viele andere Whiskyarten, weil das Holz beim ersten Kontakt besonders viele Aromen abgibt.

Typisch sind deshalb Noten von Vanille, Karamell, Honig, Kokos, gerösteter Eiche und Backgewürzen. Ein höherer Roggenanteil kann mehr Pfeffer, Zimt und trockene Würze bringen. Wheated Bourbon, also Bourbon mit Weizen als wichtigem Nebenkorn, wirkt häufig runder und sanfter. Straight Bourbon muss mindestens zwei Jahre reifen und darf keine Farb- oder Aromazusätze enthalten. Eine Altersangabe ist erst dann zwingend relevant, wenn Straight Bourbon jünger als vier Jahre ist; sie nennt immer den jüngsten enthaltenen Whiskey.

Beim Kauf lohnt sich daher weniger die Suche nach einer bestimmten Region als der Blick auf Stil und Einsatzzweck. Für Cocktails sind kräftige, klare Standardabfüllungen sinnvoll, weil sie sich gegen Zitrus, Zucker, Bitter oder Wermut behaupten. Für den puren Genuss darf es ein Bourbon mit mehr Fassreife, höherer Trinkstärke oder Single-Barrel-Charakter sein. Alkohol ist ein Genussmittel: Bitte genießen Sie Bourbon erst ab 18 Jahren und verantwortungsvoll.

Bourbon vs. Scotch: die wichtigsten Unterschiede

Der direkte Vergleich mit Scotch hilft vielen Käufern bei der Orientierung. Bourbon basiert überwiegend auf Mais und reift in neuen Eichenfässern. Scotch Whisky wird in Schottland hergestellt, bei Single Malt ausschließlich aus gemälzter Gerste, und reift meist in bereits belegten Fässern, etwa ehemaligen Bourbon- oder Sherryfässern. Dadurch wirkt Bourbon oft süßer, voller und holzbetonter, während Scotch je nach Region von hell-fruchtig über nussig bis torfig-rauchig reichen kann.

Auch die bekannten Bourbon-Stile ergeben sich vor allem aus Mashbill, Fassauswahl und Abfüllung. High-Rye-Bourbon betont Würze und Struktur. Wheated Bourbon legt den Fokus stärker auf weiche Süße. Small Batch steht für eine kleinere Auswahl vermählter Fässer, Single Barrel für den Charakter eines einzelnen Fasses. Bottled in Bond folgt zusätzlichen gesetzlichen Vorgaben und wird mit 50 Vol.-% abgefüllt. Diese Begriffe sind keine automatische Qualitätsgarantie, geben aber praktische Hinweise darauf, was Sie im Glas erwarten können.

Bourbon-Empfehlungen im Vergleich

Marke / Sorte Charakter Eignung Preisniveau
Jim Beam White Klassisch, würzig, unkompliziert Einstieg & Cocktails Einstieg
Bulleit Bourbon Hoher Roggenanteil, würzig-frisch Old Fashioned & Manhattan Mittelklasse
Maker's Mark Weizenbetont, weich und süßlich Puren Genuss & Einsteiger Mittelklasse
Wild Turkey 101 Kräftig, hohe Trinkstärke, würzig Kenner & kräftige Cocktails Gehoben
Jim Beam Double Oak Doppelte Fassreifung, intensive Eiche Mehr Tiefe pur Mittelklasse

Weiterlesen: Vergleiche, Marken & verwandte Whiskeys

Häufig gestellte Fragen

Was macht einen Bourbon zum Bourbon?
Bourbon ist gesetzlich klar definiert: Er muss in den USA hergestellt werden, die Getreidemischung (Mashbill) muss mindestens 51 Prozent Mais enthalten, und er muss in frischen, innen ausgebrannten Eichenfässern reifen. Genau diese frischen Fässer geben dem Bourbon seine typischen Noten von Vanille, Karamell und Eiche. Anders als Scotch muss Bourbon kein Mindestalter haben, "Straight Bourbon" reift jedoch mindestens zwei Jahre.
Wie schmeckt Bourbon im Vergleich zu Scotch?
Bourbon ist durch den hohen Maisanteil und die frischen Fässer in der Regel süßlicher und vollmundiger als Scotch, mit deutlichen Vanille-, Karamell- und Honignoten sowie einer würzigen Eiche. Scotch-Single-Malts sind oft trockener, komplexer und reichen von fruchtig bis rauchig. Wer es süß und rund mag, fühlt sich beim Bourbon schnell zuhause — er gilt als besonders einsteigerfreundlich.
Was ist der Unterschied zwischen Bourbon und Tennessee Whiskey?
Tennessee Whiskey erfüllt grundsätzlich alle Bourbon-Kriterien, durchläuft aber zusätzlich das sogenannte Lincoln-County-Verfahren: Der frische Brand wird vor der Fassreifung durch eine dicke Schicht Zuckerahorn-Holzkohle gefiltert. Das nimmt raue Noten und macht den Whiskey weicher und runder. Marken wie Jack Daniel’s nennen sich daher bewusst Tennessee Whiskey statt Bourbon, obwohl die Herstellung sehr ähnlich ist.
Wie trinkt man Bourbon am besten?
Bourbon ist herrlich vielseitig. Pur oder mit einem Tropfen Wasser kommen seine süßen Aromen voll zur Geltung. "On the rocks" (mit Eis) ist besonders an warmen Tagen beliebt, mildert aber etwas die Aromen. Seine Stärke spielt Bourbon zudem in Cocktails aus: Klassiker wie Old Fashioned, Whiskey Sour oder Manhattan leben von einem guten, charaktervollen Bourbon. Für Cocktails reichen die günstigeren Standardabfüllungen völlig aus.
Welcher Bourbon eignet sich für den Einstieg?
Sehr gute Einstiegs-Bourbons sind Maker’s Mark (weich, weizenbetont, süßlich), Bulleit Bourbon (würzig durch hohen Roggenanteil) und Jim Beam White (klassisch, günstig, vielseitig). Sie sind erschwinglich, breit verfügbar und zeigen das typische Bourbon-Profil sehr schön. Wer es kräftiger mag, greift zu Wild Turkey 101 mit seinen 50,5 Vol.-%. Für Cocktails ist Jim Beam ein zuverlässiger und preiswerter Allrounder.
Warum reift Bourbon in neuen Fässern?
Die US-Regeln schreiben für Bourbon neue, innen ausgebrannte Eichenfässer vor. Dadurch nimmt der Whiskey schon früh intensive Holznoten auf: Vanille, Karamell, Kokos, Gewürz und Röstaromen. Gebrauchte Bourbonfässer werden danach häufig für Scotch, Rum oder andere Spirituosen genutzt.
Was bedeutet hoher Roggen- oder Weizenanteil bei Bourbon?
Neben mindestens 51 Prozent Mais enthält die Mashbill oft Roggen, Weizen und gemälzte Gerste. Roggen macht Bourbon meist würziger, trockener und pfeffriger. Weizen kann den Eindruck weicher und runder machen. Diese Unterschiede helfen bei der Auswahl, wenn Sie eher kräftige oder sanfte Bourbons bevorzugen.
Darf Bourbon Farbstoff enthalten?
Straight Bourbon darf weder Farbstoff noch Aromastoffe enthalten. Farbe und Aroma stammen aus Getreide, Destillation und Fassreifung. Bei allgemein als American Whiskey bezeichneten Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf das Etikett, weil die Regeln je nach Kategorie anders sein können.
Was unterscheidet Jim Beam von Jack Daniel’s?
Beide sind zugängliche, süßliche US-Whiskeys, doch Jack Daniel’s wird als Tennessee Whiskey zusätzlich durch das sogenannte Charcoal Mellowing gefiltert, was ihn weicher und runder macht. Jim Beam bleibt als klassischer Kentucky Straight Bourbon würziger und eichiger. Einen ausführlichen Direktvergleich der beiden Marken finden Sie in unserem Vergleich Jim Beam vs. Jack Daniel’s.
Eignet sich Bourbon als Geschenk?
Ja, Bourbon ist ein beliebtes Geschenk, besonders in einer hochwertigen Geschenkbox oder als Tasting-Set mit mehreren kleinen Abfüllungen. Für Einsteiger eignen sich zugängliche Flaschen wie Maker’s Mark oder Jim Beam Double Oak, für Kenner darf es auch ein Single Barrel oder eine Abfüllung mit höherer Trinkstärke sein. Weitere Ideen finden Sie in unserer Übersicht zu Whisky-Sets und Geschenken.
Wie lagert man eine angebrochene Bourbon-Flasche richtig?
Bewahren Sie Bourbon stehend, kühl und vor direktem Sonnenlicht geschützt auf. Anders als Wein reift Bourbon in der Flasche nicht weiter und verändert sich nach dem Kauf nicht wesentlich. Eine gut verschlossene Flasche hält bei richtiger Lagerung über Jahre ihre Qualität, auch wenn sich der Geschmack bei sehr niedrigem Füllstand durch Oxidation über lange Zeit leicht verändern kann.